Molekularen Tumorgenetik

PD Dr. med. Timo Gaiser

Mitarbeiter
Dr. med. Daniela Hirsch (Assistenzärztin)
David Fiedler (M. Sc.)
Romina Lägel (MTA)

Meine Hauptinteressen und -aktivitäten liegen im Bereich der molekularen Tumorgenetik, im Folgenden sollen diesbezüglich meine zwei wichtigsten von mir geleiteten Projekte kurz dargestellt werden.

Genetik und Epigenetik bei rezidivierenden und rezidivfreien Adenomen des Kolorektums
Adenomatöse Polypen des Kolons treten mit einer Inzidenz von 30% in über 60-jährigen Patienten auf. Ohne eine Entfernung entwickeln ca. 4% der Patienten ein Karzinom innerhalb von 5 Jahren. Auf molekularer Ebene zeichnen sich dabei drei charakteristische Wege verantwortlich: chromosomale Instabilität, Mikrosatelliteninstabilität und die Methylierung von CpG-Inseln in der DNA. Um zu klären, welche Rolle diese Mechanismen bei der Entstehung und Rekurrenz von Kolonadenomen spielen, soll eine klinisch möglichst gut charakterisierte Kohorte aus rezidivierten und nicht rezidivierten Adenomen untersucht werden. Diese sollen zum einen epigenetisch mittels DNA-Methylierungsarray und zum anderen genomisch durch Array-basierte komparative genomische Hybridisierung (aCGH) analysiert werden. Der Vergleich zwischen rezidivierenden und nicht rezidivierenden Polypen soll dabei charakteristische Genloci identifizieren, die für eine Prognoseabschätzung zum Auftreten von Rezidiven geeignet ist. Dieses Projekt soll helfen, die molekularen Kanzerogenesewege und das pathogenetische Verständnis von Adenomen besser zu verstehen und die Nachsorgeintervalle individuell für die Patienten zu optimieren.

Genetische Marker beim Cervixkarzinom
Das zweite Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der prospektiven Evaluierung eines genomischen Markers beim Cervixkarzinom. Hier sollen Patienten mit auffälligem Abstrich Ergebnis (Diagnose eines PAP IIID) in Abhängigkeit des genomischen Tests hinsichtlich ihres Risikoprofils eingeteilt werden. Ziel ist es, Patientinnen zu identifizieren, welche unter Umständen keine weiterführende Therapie bedürfen. Der Test besteht aus einer Fluoreszenz in situ Hybridisierung. In Abhängigkeit einer möglichen Amplifikation soll das Verhalten der Läsion möglichst präzise vorhergesagt werden.

Wissenschaftliche Kooperationspartner

Prof. Dr. Thomas Ried (http://www.riedlab.nci.nih.gov/)
Prof. Dr. Josef Rüschoff (http://www.pathologie-nordhessen.de/)
Prof. Dr. Roland Moll (http://www.uni-marburg.de/fb20/allgpathol)
Prof. Dr. Mathias Ebert (http://www.gastric.de/typo3_mannheim/index.php)
Frau Dr. Elke Burgermeister (http://www.gastric.de/typo3_mannheim/index.php?id=144)
Prof. Dr. Georg Kähler (http://www.umm.de/4233.0.html)
Prof. Dr. Stefan Post (http://www.umm.de/1013.0.html)
Prof. Dr. Ralf Hofheinz (http://www.umm.de/3876.0.html)
Prof. Dr. Thomas Haaf (http://www.humgen.biozentrum.uni-wuerzburg.de/home/)

Veröffentlichungen